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Inhalt:

Poppy Wyatt kommt mitten in den Hochzeitsvorbereitungen ihr Mobiltelefon abhanden. Was für ein Glück, dass sie gleich ein Neues in einem Mülleimer findet – und es sich zu eigen macht. Doch natürlich sollte das Handy eigentlich gar nicht weggeworfen werden und verwickelt sie deshalb in einige Firmenangelegenheiten und den damit zusammenhängenden Mitarbeiter (ja, ich würde sagen, sie verstrickt sich auch in ihn :) ). Jetzt muss sie allen die neue Nummer mitteilen, denn vielleicht findet ja doch noch jemand das ebenfalls vermisste Familienerbstück, das ihr Zukünftiger ihr als Verlobungsring überreichte.

Meinung:

Bevor ich begonnen habe das neueste Werk der Autorin Sophie Kinsella als 14h Mammut-Hörbuch, gesprochen von Sandra Schwittau, zu lesen, mochte ich eigentlich alle ihrer Stand-alones. Man wusste zwar immer, dass eine etwas vertrackte, aber dann doch mit einem Happy-End versehene, Liebesgeschichte auf einen wartet, aber das ist ja nicht unbedingt ein Nachteil. Die Geschichten meist nicht ganz realistisch, die Protagonistinnen meistens nicht ganz gar – mit diesen Erwartungen ging ich also auch an “Kein Kuss unter dieser Nummer” und wurde nicht enttäuscht! Alle üblichen Kriterien wurden erfüllt, manche von ihnen allerdings etwas ZU gut.

Man könnte meinen, die Autorin erhielt vom Verlag den Auftrag “Schreib mal was mit Handys” und heraus kam dieses Buch. Das mag zwar dem Zeitgeist entsprechen, aber streckenweise nimmt das Thema dann doch etwas überhand. Ebenso wie die Naivität von Poppy. Diese scheint in kaum einer Situation authentisch zu handeln und ihre Rückgratlosigkeit ging gegen Ende sogar so weit, dass ich gerne ins Buch gesprungen wäre um sie mal kräftig zu schütteln.

Hier ein Beispiel im Spoiler (anklicken!), aber bitte nur lesen, wenn ihr das Buch kennt oder es nicht mehr lesen wollt: Spoiler anzeigen

Aufgrund der üblichen Vorhersehbarkeit der Handlung, hätte man das Buch auch getrost um einige langatmige Aspekte kürzen können und so zumindest auf diese Art noch Pluspunkte beim Leser gesammelt.

Auf die letzten fünf Minuten gab es dann noch ein Zitat, das seinesgleichen sucht:

“Ihre Miene wird weich, wie ein samtenes Rosenblatt, das zu Boden taumelt”

Fazit:

Keine Glanzleistung und defintiv mit den oben angegebenen Schwächen in Bezug auf Länge, Handy-Thematik, Spannung und Authentizität. Ich würde nicht grundsätzlich vom Buch abraten, aber es stellt definitiv keine Sternstunde der Autorin dar. Bis zum Erscheinen des nächsten Buches habe ich Frau Kinsella sicher verziehen und sie darf dann gern zu ihrer gewohnten Form zurückkehren. Bis dahin: Keine Begeisterung unter dieser Nummer ;)

Anmerkung:

Das Hören des Buches und diese Rezension sind der Beitrag für den Monat Januar im Rahmen der Hörbuch-Challenge 2013