[Rezension] Ann Pearlman “Der Christmas Cookie Club”

Klappentext:
Alle Jahre wieder treffen sich die zwölf Freundinnen in Marnies festlich geschmücktem Wohnzimmer zum Christmas Cookie Club. Sie erzählen und plaudern, lachen und weinen, streiten und versöhnen sich. Kein Thema wird ausgespart: Hat Tracy die große Liebe gefunden? Kann ein Rapper ein guter Vater sei? Wie bleibt Sex immer aufregend? Und wie bäckt man die köstlichsten Cookies fürs Weihnachtsfest? An diesem ganz besonderen Abend sind die Frauen einander so nah wie nie – Freundinnen fürs Leben, was immer auch geschieht.

Meine Meinung:

“Ja – ein Hoch auf uns alle!” (Seite 359)

Jedes Jahr im Dezember tagen 12 Cookie Hexen im Haus der “Ober-Hexe” Marnie. Wer die 12 sind und warum sie mit zur Runde gehören, darum geht es in Ann Pearlmans vorweihnachtlichem Roman. Die Kapitel, die nach den Namen der 12 Mitglieder benannt sind, starten immer mit dem jeweiligen Rezept, schließen dann während des Kapitels wieder an die Geschichte an und schließen mit einem Exkurs zu einer einzelnen Zutat, die im Rezept eine besondere Rolle spielt. Neben äußerst schmackhaft klingenden Plätzchenrezepten, erfährt der Leser auch noch wissenswertes über Zutaten wie zum Beispiel Zimt, Ingwer oder Vanille.
Die Rahmenhandlung erzählt im Grunde nur den einen Abend, an dem alle Frauen zusammen kommen und ihre Cookies untereinander austauschen. Im Rückblick aus Marnies Sicht, erhält man aber auch Zusatzinformationen aus der gemeinsamen Vergangenheit, die entstandene Situationen in der Gegenwart besser erklären.
Da alle Frauen ab 30 bis knapp über 60 Jahre alt sind, konnte ich mich mit den Problemen oder Lebenssituationen nicht recht identifizieren. Ehe, Betrug, Kinder und Enkel bekommen oder Verlust geliebter Menschen sind Themen, die eine andere Zielgruppe ansprechen. Allerdings fand ich die Geschichte trotzdem sehr kurzweilig und wollte immer gern wissen was nun weiter passiert. Die Probleme an sich schienen schon ein wenig überspitzt, denn man hatte das Gefühl, dass sich die Schicksalsschläge regelrecht häufen, aber das hat es auch spannender gemacht. Allerdings wirken die Versuche der Autorin das Buch in erotischer Hinsicht aufzupeppen eher unbeholfen und sind unnötig, da Werte wie Familie und Freundschaft auch in der heutigen Zeit sehr wohl ausreichen können.
Die Autorin, die selbst einem Cookie-Club angehört, hat eine schöne Geschichte über gleich zwölf Frauen geschrieben, sowie die Rezepte schön recherchiert. Am besten hat mir insgesamt der jeweilige Zutaten-Exkurs gefallen, da Geschichte, Herkunft und Anwendungsgebiete beschrieben werden.

Letztendlich ein schönes Vorweihnachts-Buch mit tollen Rezepten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Bewertung:
(4/5)
Verfasst am: 23.11.2009

4 Responses to “[Rezension] Ann Pearlman “Der Christmas Cookie Club””


  1. 1 Steff

    Ich fands auch schön passend für die Vorweihnachtszeit. Nix weltbewegendes aber trotzdem schön zu lesen!!!

  2. 2 Buchsaiten

    @Steff: Richtig :) Und Familie und Freundschaft kann man gerade in dieser Zeit wieder hervorragend aus dem Hut zaubern um ein wenig Rührung zu verbreiten ;)

  3. 3 alina

    kannst du vielleicht noch was anderes schönes und anspruchsvolleres für “vorweihnachten” empfehlen?
    liebe grüße aus dem viel zu warmen bayern

  4. 4 Buchsaiten

    @Alina: Hm… da fragst du jetzt was. Ich lese eigentlich zur Weihnachtszeit meistens Kinderbücher. Auf meinem SUB sind noch ein paar, aber die kann ich ja nicht einfach weiter empfehlen. Vom Autor von “Die Mittwochsbriefe” ist allerdings ein erschwingliches Taschenbuch namens “Das Weihnachtsglas” raus gekommen, vielleicht wäre das was? Kenne ich aber auch nicht. Guck mal Hier!.
    Ein paar Hörbücher zum Thema Weihnachten wirds bei mir dieses Jahr auch noch geben, allerdings erst im Dezember, weil sich das Abo da erneuert zum Beispiel das.
    Ich hab gehört, “Das Weihnachtsgeheimnis” soll auch sehr gut sein, kenne ich aber wieder leider nicht.

    Besprechen werde ich im Blog auf jeden Fall noch “Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel” von Cornelia Funke, “Hercule Poirots Weihnachten” von Agatha Christie, “Frostfeuer” von Kai Meyer, “Der Weihnachtshund” von Daniel Glattauer und “Freche Mädchen – frecher Adventskalender” vom Thienemann Verlag. Und dann ist bestimmt auch schon Weihnachten ;)

    Schreib doch mal, für was du dich letztendlich entschieden hast. Weiter helfen konnte ich jetzt wahrscheinlich nicht wo richtig, aber vielleicht anregen ;) Mein Filmtipp ist übrigens völlig ohne Anspruch und wäre -wie jedes Jahr- “Buddy der Weihnachtself”!!!! Ich LIEBE den Film!

    Beste Grüße! Katrin

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