Am Wochenende habe ich das kürzeste Buch vom SUB gezogen, um “mal eben schnell noch was abzubauen”. Mit 123 Seiten sollte es “Prince William, Maximilian Minsky and Me” von Holly-Jane Rahlens werden. In einem Seminar an der Uni habe ich Ausschnitte der Verfilmung “Max Minsky und Ich” gesehen und aufgrund der ansprechenden Story wollte ich auch gern das Buch dazu lesen. Das entdeckte ich dann bei LitMedia im August und nahm es wegen des kleine Preises gleich mit. Der Untertitel verriet mir, dass es sich um “Eine zweisprachige Love Story” handelt. Der Klappentext beschrieb es so: “Jetzt auch zweisprachig – “Prinz William, Maximilian Minsky und ich” wurde 2003 mitdem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.”.
Dann schlug ich also enthusiastisch die erste Seite auf und lese im Vorwort der Autorin in einem Nebensatz “Just in case you thought this is the novel, it’s not.” (Frei übersetzt: Nur für den Fall, dass du dachtest es wäre der Roman, er ist nicht.). In dem Moment fragte ich mich dann schon warum ich nicht im Laden gleich auch das VORWORT mitgelesen habe…
Nichtsdestotrotz habe ich dann die restlichen Seiten auch noch gelesen um es hinter mich zu bringen, denn das gute Stück sollte den SUB räumen um Platz für Neues zu schaffen. Bis auf die Dialoge und das Vorwort ist nichts auf Englisch. Ausgewählte Kapitel werden komplett erzählt und dazwischen kurze Zusammenfassungen eingeschoben. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich mich über das WIRKLICHE Buch informiert. Es hat 224 Seiten. Da kam ich mir dann doch reichlich veräppelt vor. Warum veröffentlicht man denn eine 123seitige Mischung aus Lektüreschlüssel und Inhaltsangabe in zwei Sprachen, wenn das Original nur 100 Seiten mehr hat?! Noch dazu kommt, dass der Laie die Bücher eigentlich nur anhand der “Eine zweisprachige Love Story”-Banderole identifizieren kann:

Und am schlimmsten ist: Ich weiß jetzt wirklich ziemlich gut, warum das Buch den Preis gewonnen hat. Es ist toll! Aber fange ich für 100 Seiten jetzt echt nochmal die “echte” Version an?!?!










>




Hört sich für mich ganz stark nach Geldmacherei an. Damit man auch ja zum Buch noch den *hust* Lektüreschlüssel kauft und umgekehrt…
Liebe Grüße
@Laura: Ich finde es auch irgendwie unnötig. Ich meine bei 100 Seiten hätte man doch auch einfach das _gesamte_ Buch als “Zweisprachige Love Story” raus bringen können…
Liebe Grüße zurück