Klappentext:
Keine Eselsohren, bloß keine Fettflecken, nicht verknicken und bitte auf keinen Fall mit Wasser in Berührung bringen! So ein Quatsch. Für das KeinBuch gelten keine Verbote. Es will benutzt werden und soll hinterher auch so aussehen.
86 Dinge, die du schon immer mit einem Buch tun wolltest, aber nie durftest
Meine Meinung:
Nachdem ich eine mit einem Totenkopf bekräftigte Warnung über Suchtgefahr dieses Buches, oder besser dieses KeinBuches, zur Kenntnis genommen habe, bin ich gespannt was mich erwartet. Der Haftungsausschluss auf der letzten Seite, der mich über die Eigenverantwortung bezüglich möglicher Verletzungen und Brände aufklärt lässt nichts Gutes vermuten.
Bereits die erste Aufgabe stellt mich vor eine Konfrontation mit meinen innersten Überzeugungen: Zerknicke den Buchrücken! Das habe ich noch nie absichtlich gemacht und hatte es bisher auch nicht vor. Vielleicht hebe ich mir diese „schwierige Aufgabe“ erstmal auf und nehme mir eine einfachere vor. Zum Glück haben die Aufgaben des KeinBuchs unterschiedlich hohen Schwierigkeits- bzw. Überwindungsgrad. Ich entscheide mich für: Wirf das Buch gegen die Wand.
Nachdem ich es von vorne bis hinten durch geblättert habe, muss ich sagen, dass es wirklich Lust macht, dieses KeinBuch. Im Prinzip legitimiert es sich auch selbst, denn es ist ja kein Buch, deshalb überwinde ich mich nach den anfänglichen Startschwierigkeiten auch zur ein oder anderen Schandtat. Dieses Buch lässt allerdings nicht nur Buchliebhaber den inneren Kodex überwinden sondern ist auch gut gegen Langweile oder zum Wutabbau. Ein besonderes Feature: die KeinBuch Homepage, die gleich auf der ersten Seite empfohlen wird. Hier kann man sich Mut und Anregungen holen, indem man sich Fotos und Bilder anderer KeinBuch-Besitzer ansieht, auf denen sie ihre Bücher „bearbeiten“. Allerdings muss man das Buch nicht immer verletzen, sondern kann oft auch seiner Kreativität bei der Gestaltung von Seiten mithilfe von üblichen oder auch unüblichen Mal- und Klebeutensilien freien Lauf lassen.
Insgesamt eine echt gute, innovative Idee ein solches KeinBuch herauszugeben. Ich habe jetzt auch die ideale Geschenkidee für Freunde bei denen ich genau weiß: denen schenke ich besser KeinBuch
Jeder Buch-Fan kann seine dunkle Seite zum Vorschein bringen und ich persönlich werde jetzt mal in 12 Seiten Eselsohren machen… weil ich es kann!

Das Foto zeigt zwar keine Aufgabe aus dem KeinBuch, aber es hat mich zu einer neuen Idee inspiriert: Das Bücherfresser-Klavier
Bewertung:




(5/5)
Rezension verfasst: 11.09.09











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Witzig! Wollte ich dir zum Geburtstag schenken!!
So und nachdem ich deine Rezi gelesen hab, sag ich dir, warum ich es dir NICHT geschenkt habe:
Katrin würde NIEMALS den Buchrücken verknicken!!
Und all die anderen Sachen… ohjemine… nein nein, Katrin würde sowas einem Buch NIE antun. Falsch gedacht. Aber macht ja nichts.
@Miri: Du kennst mich einfach zu gut
Allerdings habe ich mich auch ein bisschen im Zugzwang gesehen, war schließlich ein Rezensionsexemplar… da geht man an seine Grenzen
Ich hab vor ein paar Monaten die englische Version ‘Wreck this journal’ bestellt, Ewigkeiten drauf gewartet und es dann nach ein paar Tagen wieder verschenkt. Die Zerstörungsgeschichten waren zwar ganz lustig, aber auf das seitenweise Zeichnen hatte ich dann doch keine Lust.
Und das Buchrückenbrechen hat mir übrigens fast schon körperlich weh getan.
Ich bin lieber fauler Leser als dass ich so aktiv werden muss.
@Nina: In der deutschen Ausgabe muss man eigentlich nicht so viel Malen. Eher Ekligkeiten machen, kann aber durchaus lustig sein