Monthly Archive for September, 2009

[SUB-Abbau] Erfolgreich

Da ich gerade das letzte Buch des Semesterferien-SUB beendet habe, kann ich zufrieden feststellen, dass so ein SUB-Abbau im kleinen Rahmen scheinbar doch sehr gut funktionieren kann. Zwar habe ich noch nicht alle Rezensionen fertig, aber immerhin 9 von 12. Bei einem Minus von immerhin 12 Büchern habe ich zwar in der vorgegebenen Zeit auch noch viele andere Bücher gelesen, aber die “Reiterhof Dreililien” Serie, sowie die 5 Bände “Die wilden Hühner” sind komplett vom SUB gewandert.

Ich hätte zwar eigentlich noch bis zum 11.10. Zeit gehabt, aber jetzt kann ich mir wenigstens gleich wieder eine neue “Aktuelle SUB-Aufgabe” überlegen. Ein “Herbst-Winter-SUB” wäre angemessen, auch ein “Rest-des-Jahres-SUB” wäre eine Überlegung wert :)

Für Ideen bin ich übrigens auch offen ;)

[Blogparade] Lesezeichen

JED hat zur Blogparade aufgerufen und da nicht mehr viel Zeit ist, hier mein Beitrag zum Thema Lesezeichen:

1.) Wie markiert Ihr die Stelle im Buch, an der Ihr gerade seid? (Buch umknicken, Leseknicke, Lesezeichen?)
Generell benutze ich Lesezeichen. Wenn ich mit der Leselotte lese, dann nehme ich das Lesebändchen. Um mir aber Stellen, die für die Rezension wichtig sind, zu markieren, benutze ich Post-its, die dann auch die Zeile, in der besagtes Zitat steht, anzeigen. Wenn besonders viele Zitate in die enger Auswahl kommen, kann das schonmal so aussehen wie auf dem Foto:
LZ Postits

2.) Wenn Ihr Lesezeichen verwendet, was für welche (Fahrkarten, Fotos, Schnipsel, gekaufte oder selbstgemachte Lesezeichen)?
Ich nutze alles Mögliche wenn ich kein Lesezeichen dabei habe, das Einzige was nicht geht sind Eselsohren! Postkarten, Taschentücher (unbenutzt natürlich), Schnipsel von irgendwas, Eintrittskarten usw. Bei den drei liebsten Lesezeichen ist auch ein mehr oder weniger Gebasteltes dabei.

3.) Nutzt Ihr immer dieselben oder andere? Sammelt Ihr vielleicht sogar Lesezeichen?
Ich nutze meistens dieselben, ab und zu möchte ich aber schon ein neues haben, deshalb gibt es manchmal Neuzugänge wie zum Beispiel dieses hier vom letzten Wochenende:
LZ neu

4.) Zeigt Eure 1-3 liebsten Lesezeichen und begründet, warum Ihr diese besonders mögt / immer wieder verwendet!

Auf Platz 3:
LZ Note
Mein magnetisches Noten-Lesezeichen. Ich habe es zum Geburtstag geschenkt bekommen, aber leider lässt es sich nur bei kleinen Büchern verwenden. Da ist es dann aber besonders praktisch :)

Platz 2:
LZ Eule
Natürlich ein Eulen-Lesezeichen. Habe ich auch zum letzten Geburtstag bekommen. Da es die Seiten aber ein wenig kaputt macht wenn man es auf die Seite schiebt, lege ich es meistens ins Buch.

Platz 1:
LZ Liebling
Ein Lesezeichen ebenfalls zum letzten Geburtstag bekommen, von meiner kleinsten Schwester liebevoll auf der Rückseite bemalt. Inzwischen habe ich es sogar schon mit Tesafilm umklebt, weil sich vom vielen Benutzen bereits Schrift und Farben abeglöst haben. Mein absoluter Liebling ♥ , weil es einzigartig ist :)

Insgesamt fliegen hier einige Lesezeichen herum, manchmal verschwinden auch welche in angefangenen Büchern und tauchen erst nach unbestimmter Zeit wieder auf. Als Sammler würde ich mich nicht bezeichnen, es gibt aber eben Lesezeichen die für unterschiedliche Bücher, Transport- oder Lesesituationen gut sind. Das unter den drei Liebsten eins mit Musik, eins mit Eulen und eins mit der Familie zu tun hat, wundert sicher sowieso keinen ;)

[Rezension] Jason F. Wright “Die Mittwochsbriefe”

Klappentext:
Wenn Liebesbriefe das Leben ändern.

Fast vierzig Jahre waren Jack und Laurel verheiratet, als sie in derselben Nacht Arm in Arm sterben. Die drei erwachsenen Kinder kommen zum Begräbnis im Elternhaus zusammen – und entdecken im Keller ein Vermächtnis: Tausende von Briefen, die der Vater jeden Mittwoch an die Mutter schrieb. Wunderbare Briefe voller Liebe und Gefühl. Und ein Brief, der ein schreckliches Familiengeheimnis offenbart.

Meine Meinung:

„Dies ist unsere Geschichte […]. Teile davon sind schmerzlich, andere sind wunderbar, aber es ist unsere Geschichte, die uns geprägt hat.“ (Seite 280)

Als Malcom, jüngster von drei Geschwistern der Familie Cooper, in Brasilien davon erfährt, dass beide Eltern in derselben Nacht verstorben sind, macht er sich nach zwei Jahren das erste Mal wieder auf den Weg nachhause. Dort angekommen, trifft er nicht nur auf seine Geschwister und einige Verwandte und Freunde seiner Eltern, sondern auch auf Rain, wegen der er vor zwei Jahren geflüchtet war. Während der Vorbereitungen für die Trauerfeierlichkeiten werden im Keller zahlreiche Kisten mit Briefen ihres Vaters Jack an ihre Mutter Laurel gefunden. Die Cooper-Kinder beginnen sie zu sortieren und zu lesen und währenddessen gewinnt jeder von ihnen eine Erkenntnis für sein Leben. Malcolms Erkenntnis jedoch lässt ihn den Boden unter den Füßen verlieren.

Wer würde nicht gern die Eltern nach ihrem Tod durch Stöbern in deren alten Sachen wieder ein Stück lebendig werden lassen? Und was würde sich besser eignen, als Briefe die sogar Dinge enthalten, die außer den Eheleuten niemand wusste? Matt, Samantha und Malcolm sind genau in dieser Situation und rücken dadurch auch innerhalb ihrer Beziehung als Geschwister wieder ein gutes Stück zusammen. Zwar ist der Anlass, zu dem sich alle im „Domus Jefferson“, dem Bed and Breakfast der Verstorbenen, einfinden, kein schöner Anlass, aber er wird doch zur Schnittstelle einiger Erkenntnisse und unerwarteter Weise sogar schöner Ereignisse. Es fällt mir schwer, nicht zu viel über die Briefe und die Geschehnisse zu verraten, aber es handelt sich bei den „Mittwochsbriefen“ wirklich um ein tief bewegendes Buch, dass sich um Liebe, um Glauben, um Vergebung und um den Wert der Familie dreht, ohne dabei abgedroschen oder allzu kitschig zu wirken. Die Erzählweise von Jason Wright ist flüssig und die Auswahl der Briefe könnte nicht abwechslungsreicher sein. Von lustig über nachdenklich, bis hin zu buchstäblich unglaublich für die Geschwister. Auch die Rahmenhandlung, denn die Briefe nehmen eigentlich nicht den Großteil des Buches ein, birgt neben einigen Schmunzlern auch immer wieder Überraschungen und Wendungen.
Obwohl sie verstarben, scheint es als würden die Briefe und die damit verbundenen Folgen, das liebenswerte Ehepaar Cooper wieder lebendig werden lassen. Der Epilog ist ein ganz besonderes Highlight, da er als Brief in einem Umschlag hinten im Buch steckt und die Geschichte toll abrundet.

Fazit: Ein wunderbar bewegendes, gefühlvolles Buch, das mitfiebern, mitfühlen und mitweinen lässt. Ideal um einen Nachmittag bei schlechtem Wetter in der Gesellschaft eines guten Buches zu verbringen!

Bewertung:
(5/5)
Rezension verfasst: 28.09.09

[Rezension] Banana Yoshimoto “Kitchen”

Kurzbeschreibung:
Erzählt wird die ebenso bewegende wie verstörende Geschichte einer Jugend. Das Mädchen Mikage ist Vollwaise. Nachdem auch ihre Großmutter gestorben ist, zieht sie bei Yuichi und seinem Vater ein, der die Trauer über den Tod seiner Frau auf skurrile Weise verarbeitet. In diesem unwirklichen Umfeld versucht Mikage, ein neues Zuhause zu finden.

Jessica Schwarz trifft in jeder Episode, in jedem Satz den richtigen Ton: Trotz, Wut, Sperrigkeit, aber auch die Sehnsucht nach einem Leben, das sich “richtig” anfühlt. Ihre Stimme schafft den Spagat zwischen Kindheit und Erwachsensein.

Meine Meinung:

„Die Menschen erliegen nicht einer Situation, oder einer von außen einwirkenden Kraft, die Niederlagen kommen aus ihrem Inneren. So jedenfalls empfand ich es in diesem Moment.“

„Kitchen“ erzählt die Geschichte von Mikage, die nachdem sie beide Eltern verloren hat, bei ihrer Großmutter wohnt und nun auch diese verliert. Mikage hält sich am liebsten in Küchen auf, weil sie ihr eine gewisse Ruhe und Geborgenheit spenden, Gefühle die ihr andere Menschen nicht mehr geben können. Kurz nach der Beerdigung taucht Yuichi auf, ein Bekannter ihrer Großmutter, und bittet Mikage doch zu ihm und seiner Mutter zu ziehen und da Mikage die Wohnung nicht allein finanzieren könnte entschließt sie sich dazu. Der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, in dem sich alles ändern wird.

Das Hörbuch profitiert meiner Meinung nach zu gleichen Teilen von der Geschichte und den tiefgründigen Gedanken, die sie enthält, sowie von Jessica Schwarz als Sprecherin, die die Geschichte nicht besser hätte lesen können. Taucht man ein, in die zunächst trostlose Welt der Protagonistin, hat man Teil an ihren Gedanken und Gefühlen, die einen auch persönlich äußerst nachdenklich stimmen. Schwere Themen wie Tod, Zukunftsangst, Einsamkeit und die Suche jedes Einzelnen nach seinem Platz in der Welt werden auf sanfte Art und Weise mit einander zu dieser wunderbaren Geschichte verwoben. Durch kleine Episoden, in denen neben schlimmen Dingen auch eine Ananaspflanze oder ein Bananenglas eine Rolle spielen, wird die Geschichte aufgelockert. Und eine Liebesgeschichte rundet das große Ganze ab. Ohne zu viel verraten zu wollen, enthält das Buch letztendlich die Botschaft, auch aus der schlimmsten Situation das Beste machen zu können und die Art und Weise wie Banana Yoshimoto dies beschreibt ist absolut authentisch.

Fazit: Kein Buch für Zwischendurch, da die Thematik doch eine ziemlich ernste ist. Allerdings ein Buch das Mut macht und definitiv auch Lust auf mehr von der Autorin!

Bewertung:
(5/5)
Rezension verfasst: 28.09.09

[Film] Die Frau des Zeitreisenden

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Alle Informationen, sowie der Trailer zum Film hier: Film-Homepage

Meine Meinung:
Nachdem ich bereits das gleichnamige Buch in Vorbereitung auf dem Film mit einer meiner Lieblingsschauspielerinnen gelesen hatte, habe ich einen ruhigen und bewegenden Film erwartet. Im Nachhinein kann ich sagen, dass meine Erwartungen bezüglich der Qualität des Films nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen wurden.

Anfangs ist der Film für Zuschauer, die das Buch nicht gelesen haben sicher verwirrend, denn die Zeitreise Thematik und das Kennenlernen der Protagonisten werden schnell erzählt. Als dann auch gleich ein Heiratsantrag folgt (auch im Trailer), kommt die Geschichte äußerst schnell, fast zu zügig voran. Leider beginnen auch die Probleme im Leben von Clare und Henry und ich bin froh, dass diese Szenen und damit verwobene Episoden aus der Vergangenheit nicht so krass dargestellt wurden, wie sie im Buch passieren. Da Audrey Niffeneggers Roman auch komplexe Nebenhandlungen enthält, finde ich es gut, dass auf viele Details bezüglich Familie und Freunden, im Film verzichtet wurde. Er bietet eine kompakte Zusammenfassung der Geschichte, natürlich mit Hauptaugenmerk auf der Liebe.

Die Schauspieler wurden meiner Meinung nach sehr gut ausgewählt und haben ihre Rollen äußerst glaubhaft verkörpert. Besonders die filmische Umsetzung des “Verschwindens” von Henry ist sehr gelungen. Untermalt mit sanften Orchesterklängen und mit passenden Kameraeffekten (die Reise durch das Haus während Alba heran wächst) ergänzt, gefiel mir der Film sogar einen Tick besser als das Buch. Zwar wurde das Ende ein wenig verändert, aber dennoch ist man tief brührt von dieser einzigartigen Liebe.

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Bewertung:
Absoluter Filmtip mit Taschentuchalarm!
(5/5)
Gesehen am: 24.09.09