Archive for the 'Wie sich der Rest der Welt dreht...' Category

[Kurze Info]

Die ganze Zeit über dachte ich: “Ach, das klappt schon noch alles am Ende des Semesters”, aber dass die BuchSaiten leiden, haben aufmerksame Leser sicher mitbekommen. Bis zum nächsten Mittwoch heißt es für mich nochmal Vollgas geben, was leider auch bedeutet: Keine Blogzeit. Weder für meine geliebten Besuche auf euren Blogs, noch für die Pflege der BuchSaiten, eigentlich nicht mal fürs Lesen an sich.

Ein Ende ist in Sicht und auf meinem Schreibtisch türmen sich bereits die guten Ideen für neue Beiträge.

Wir lesen uns ;)

[BuchSaiten präsentiert...] Die beliebtesten Rezensionen 2009

Hier sind sie nun, die meist-geklickten Rezensionen auf BuchSaiten.de in 2009. Und zwar die Artikel, die als Einstiegsseite auf meine Homepage dienten, die also Besucher dazu verleitet haben bei mir zu landen.

Zwischen dem Startschuss im September und dem 31.12.2009 erfolgten 4.369 Zugriffe auf diese Website über 239 Seiten*. Die 10 Rezensionen auf den ersten Plätzen kommen jetzt und bis auf eine Ausnahme waren die ersten 5 Plätze für mich keine Überraschung ;)

1. Kai Meyer – “Arkadien erwacht”
2. Stacey O’Brien – “Wesley, oder wie eine Eule mein Herz eroberte”
3. Christine Lehmann – “Der Ruf des Kolibris”
4. Pierre Bottero – “Ewilan, der magische Schritt”
5. Boris Zatko – “Anna Fink”

6. Amber Kizer – “Meridian, Dunkle Umarmung”
7. Margaret Atwood – “Das Jahr der Flut”
8. Pseudonymus Bosch – “Der Name dieses Buches ist ein Geheimnis”
9. Mixtvision Verlag – “Kein Buch. Nich lesen – machen!”
10. F.Anschütz, N.Degenkolb, K.Dietmaier, T.Neumann – “Entschuldigung, sind Sie die Wurst? – Deutschland im O-Ton”

Mit Ausnahme von “Entschuldigung sind sie die Wurst?” und “Anna Fink” übrigens ausschließlich Rezensionsexemplare aus den jeweiligen Monaten. “Anna Fink” auch das einzige Buch, das eigentlich schon älter ist und trotzdem unter den ersten 5 landete. Wahrscheinlich ist die Neuauflage im Baumhaus-Verlag die Antwort auf die Frage ;) Was mich wundert, ist das “Ewilan” so weit vorne liegt, allerdings konnten die Besucher meiner Seite ja vorher nicht wissen, dass es mir leider nicht so gut gefallen hat. Besonders freut mich, dass es auch ein Hörbuch geschafft hat, häufig geklickt zu werden, “Das Jahr der Flut” übrigens ein wunderbares Hörbuch, bei dem auch Julia Nachtmann (“Lucian”) eine Figur spricht.

Das war also 2009, ich bin gespannt wie es in diesem Jahr aussehen wird!

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[Erste Hilfe] Regenbogenlesen

Wem zum Thema Regebogenlesen 2010 noch bestimmte Farben fehlen, der kann sich ab dem 3.3.2010 auf eine schön aufgemachte Brigitte-Edition in Zusammenarbeit mit dem Aufbau-Verlag freuen!

Brigitte Logo

Unter dem Motto “Die Liebe lebt. Bücher über das schönste Gefühl der Welt” gibt es 20 Hardcover zum Preis von je 9,95€. Der Clou (vor allem für die Regenbogenleser) ist, dass sie im Regal später wie ein Farbbogen aussehen. Besonders orange, lila/violett und hellblau sind in ausreichender Anzahl vertreten!

Brigitte Bücher

Auch die Titelauswahl ist vielversprechend, denn neben Audrey Niffeneggers “Die Frau des Zeitreisenden” oder Anna Gavaldas “Zusammen ist man weniger allein” sind einige bekannte, aber auch unbekannte Titel vertreten. Wer also mit einem Re-Read seines Lieblingsbuches in der richtigen Farbe den Regenbogen ergänzen möchte oder wem noch eine Farbe fehlt, der ist hier goldrichtig und kann sich vielleicht inspirieren lassen!

Im Folder gibt es alle Einzeltitel mit Kurzbeschreibung und auf der Seite erfährt man mehr über die Edition an sich.

Fröhliche Weihnachten! (und Stöckchen)

Meine lieben Blogleser,

ich danke euch allen von Herzen für die vielen Besuche auf meinem Blog und wünsche euch und euren Familien (oder mit wem auch immer ihr feiert) ein wunderschönes Weihnachtsfest ganz nach euren Vorstellungen! Die Buchgeschenke sind hoffentlich ganz nach eurem Geschmack und vielleicht schmökert ihr ja sogar bereits in das eine oder andere neue Buch hinein.

Von mir gibt es erst “nach den Tagen” wieder was zu hören, allerdings ist dies ja -eigentlich- auch ein musikalisches Blog, deshalb erfreue ich euch mit dem schönen Stück, dass ich momentan auf der Bratsche spiele (geigenähnliches Instrument oben im Header zu bewundern!). Dafür, dass ich mich selbst aufnehme, fehlte mir leider die technische Ausstattung, aber die Celtic Women singen auch noch dazu, das ist eh viel schöner!

Also viel Spaß mit Johann Sebastian und eine schöne Zeit!

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dieses Stöckchen bis zum 31.12. mitnehmen und einen Kommentar hinterlassen könntet, in dem steht wo ihr es beantwortet habt:

° Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

° Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

° Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

° Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Antworten:
Alle Antworten inklusive meiner jetzt HIER!!!

[Lesung und Interview] Simak Büchel Dez. 09

Himili2Wie bereits angekündigt, habe ich den Autor Simak Büchel auf einer Lesung in einer Gesamtschule besucht. Gute 80 Minuten las und erzählte er vor zwei versammelten Fünften Klassen, deren Lehrern und mir.
Beginnend mit der Projektion des Covers von „Himili fürchtet die Finsternis“ tasteten sich die Kinder langsam an die Geschichte der jungen Hyäne und vor allem an die Geschichte zur Idee hinter dem Buch heran. Anfangs, so erzählt Simak Büchel, war er sich nicht sicher ob nachtaktive Raubtiere die richtigen Protagonisten in seinem Jugendbuch wären, doch nach eingehender Recherche entschied er sich aufgrund ihrer Eigenschaften bewusst für die Hyänen. Er erzählte von seinen eigenen Erfahrungen in Kenia, die stark davon geprägt waren, welche verklärten Ansichten bei Europäern über den entfernten Kontinent herrschen. Während eines Ausflugs in einen Nationalpark, entstand dann auf einem „Savannenplumpsklo“ die Idee zu Himili und dessen Geschichte. Mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik zog Simak Büchel die Anwesenden in seinen Bann. Humorvoll und selbstironisch erzählte er seine Erfahrungen und las aus seinem Jugendbuch. Zwischendurch war es an spannenden Stellen wirklich mucksmäuschenstill und alle waren gespannt wie es wohl weiter geht. Im Anschluss an die Doppelstunde durften die Schüler dann noch Fragen stellen, die geduldig vom Autoren beantwortet wurden. Auch ich durfte noch einige Fragen an Simak Büchel stellen und er nahm sich Zeit, die Gewinnerin aus dem Lostopf zu ziehen:

Himili1Wie kamen Sie dazu, Schriftsteller zu werden?
Simak Büchel bezeichnet sich selbst weniger als Schriftsteller, als als „Forscher“, für den viele Bereiche des Lebens in einer Sache zusammen fließen. Ursprünglich war es sein Wunsch, in der Savanne Tiere zu beobachten. Als er dies schließlich umsetzte, ertappte er sich dabei, wie er sich Geschichten zum Gesehenen ausdachte. Geschrieben hat er eigentlich schon immer, seine Geschichten wurden aber seit den Anfängen in der Grundschulzeit zunehmend größer und komplexer. Das Schreiben ist für ihn Synthesegebiet, in dem er geistes- und naturwissenschaftliche Ansätze vereinen kann, um an eigenen Welten zu bauen.

Warum schreiben Sie gerade Kinderbücher?
Am Genre Kinderbuch schätzt Simak Büchel die Freiheit, die Welt aus der eigenen Perspektive erzählen zu können, ohne dass sie dabei so sein muss, wie der Konsens es nahe legt. Kinder können sich seiner Meinung nach leichter auf Neues einlassen. Erwachsenenliteratur war eigentlich der Start seines Berufs als Schriftsteller, inzwischen nähert er sich auch diesem Genre wieder an.

Wie kam es zur „Moral“ hinter den Kinderbüchern?
Als reflektierter Mensch, so Büchel, suche man automatisch einen Sinn. Sinn hängt seines Erachtens nach eng mit Kompexität zusammen, denn sicherlich gibt es so etwas wie individuellen Sinn, was literarisch jedoch mehr interessiert, ist eine höhere Sinnstufe, die sich ergibt, wenn man ein Figurenensemble auf ein Geschehen loslässt. Im Geflecht des Zusammenwirkens der Figuren verfängt sich: Sinn. Nicht länger nur individueller Sinn, sondern ein Sinn, der sich aus
Kontexten ergibt.
Die Thematik der „Angst im Dunkeln“ bei Himili zeigt, dass Angst haben auch die persönliche Entwicklung fördern kann und dass es etwas Gutes ist, sich seinen Ängsten zu stellen.

Haben Sie als Kind gern gelesen? Wenn ja, was?

Simak Büchel ist davon überzeugt, dass jeder Autor auch ein Leser sein muss und so ist seine Antwort auf die Frage wie man ein Autor wird auch immer: „Indem man schreibt und liest!“. Im Speziellen waren Astrid Lindgren und auch Michael Ende mit ihren etwas knorrigen Figuren genau das richtige um seine Kindheit atmosphärisch aufzuladen. Auch das Vorlesen war für Büchel so wichtig, dass er es heute in Form eines Abendrituals an seine zwei eigenen Kinder weiter gibt.

Welches der Bücher bedeutet Ihnen/mögen Sie am meisten?
Himili ist ein Buch, das aufgrund der vielen Lesungen zurzeit immer aktuell ist und dessen Figuren Büchel sehr mag. Allerdings hatte jede seiner Geschichten zu ihrer Zeit ihre Berechtigung und war zu einer Zeit sein „Fenster in die Welt“. Auch wenn im Nachhinein vielleicht Änderungswünsche entstehen oder man sich als Autor vornimmt das eine oder andere in Zukunft anders zu machen, kann man keins der Bücher als wichtiger oder bedeutender als die Anderen bezeichnen.

Warum spielte Afrika eine so große Rolle in ihren Büchern?
Seit der ersten Afrikareise Simak Büchels im Jahr 1998 war er von Land und Kultur fasziniert. Der Stand des Europäers bei den Menschen dort, sowie Einblicke in deren Leben und Biografie berührten ihn sehr. Seiner Meinung nach sollte jeder Mitteleuropäer den Kontinent einmal besuchen, um sein Weltbild und den eigenen Horizont zu erweitern. Büchels erstes Buch wurde übrigens vor der Reise veröffentlicht, weil er wusste, dass er die Dinge nach seiner Rückkehr nicht mehr mit denselben Augen sehen würde.

Woher kommt der Vorname „Simak“?
Simak Büchel kam zu seinem Künstlernamen durch Freunde, denn im wahren Leben heißt er anders.

Was ist ihr eigentlicher Beruf?
Seit 2007 ist Simak Büchel freiberuflich tätig und trägt mit dem Job als „Forscher“ seine Familie. Er studierte Biologie, Germanistik und Philosophie und schrieb bis vor kurzem an seiner Dissertation.

Sind weitere Bücher in Planung?
Simak Büchel hat viele neue Ideen im Kopf und geht davon aus, dass es schon im nächsten Jahr neue Projekte geben wird. Unter anderem sprach er von einer Recherchereise nach Südamerika.

Welches Erlebnis einer ihrer Lesungen blieb ihnen besonders in Erinnerung?
Obwohl jede Lesung anders ist, kann sich Simak Büchel an eine Lesung vormittags in einer Schule erinnern, die ihn zunächst ziemlich gefordert hatte, da die Kinder mit Büchern, Literatur
und der Situation einer Lesung scheinbar nicht vertraut gewesen waren. Nachmittags, als er in der Bücherei der selben Stadt erneut las, entdeckte er aber einige der Kinder vom Vormittag, die freiwillig gekommen waren und die Geschichte unbedingt noch einmal hören wollten. Es war ein Erfolg für ihn, besonders die Kinder, für die Lesen keinen großen Stellenwert einnahm, für seine Bücher gewinnen zu können.

Vielen Dank für die Teilnahme an der vorgeschalteten Aktion, Fragen an den Autor zu senden und so auch die Chance auf ein signiertes Buch des Autors zu erhalten. Ich hoffe jede Teilnehmerin hat ihre Fragen bereits wieder gefunden, die glückliche Gewinnerin, die von Herrn Büchel gezogen wurde ist Tine S.!